Moin Leute,

ich wohne ja seit einem Jahr in den Rocky Mountains, und mir ist etwas Lustiges aufgefallen. Ich gehe hier in den USA mit Leuten wandern und würde es als Teil meines Lebenstraums bezeichnen. Wenn ich die letzten 30 Jahre in Deutschland zurück schaue, hatte ich immer gesagt ‚Oh Gott, Wandern ist so nervig‘.

Also, sollten meine Eltern mich hier regelmäßig wandern sehen, würden sie sich sehr freuen, dass ich endlich das tue, wass ich immer abgelehnt hatte. Familienurlaube in den Alpen verliefen oft so: ‚Bitte lasst mich im Hotel und verschohnt mich mit diesem komischen Timmelsjoch, bitte!!!‘

Aber wie kam es zu dieser Sinneswandlung? Ich muss erst Mal reflektieren, was passiert war, bis mir auffiel, dass in Amerika Wandern bzw. Hiking kulturell als wirklich cool gilt. Junge, trendige Menschen gehen wandern. Im Vergleich dazu gilt Wandern in Deutschland doch tendenziell als ein bisschen uncool, als so Opiding in den Alpen.

Ohne es zu merken, habe ich die unterschiedliche kulturelle Bewertung aufgenommen und somit Wandern neu bewertet. Krass, wie kulturelle Stimmungen einen in seiner Meinung beeinflussen können.

Also, ich bin aus meinem Closet raus und mag Wandern wirklich. Hier in Boulder geht es nun regelmäßig auf den Mt. Sanitas oder in die Indian Wildnerness Peak. Und wenn ich irgendwo durchen einen Nationalpark wandere (hiken klingt doch cooler), dann fühle ich  mich richtig glücklich.

ALSO, WANDERN ALS TEIL MEINES LEBENSTRAUMS

Vor Jahren hätte ich bei diesem Satz schlimmste Gänsehaut bekommen. 🙂

Alles weitere zu meinen Online Coachings über Lebensträume oben in den Leisten. Schreibt mir, wie Ihr Wandern findet…

Wandernd, Michael