Liebe Leute,
ich lebe ja aktuell in den USA, um hier neben Deutschland mein Berufsbild als Coach und Vortragsredner aufzubauen. Und so lebe ich hier nun seit einer Weile, mir gefällt es super, aber ich musste feststellen, dass es nicht immer leicht ist.

In Deutschland habe ich mich jahrelang im Fernsehen herumgetrieben, von daher gibt es dort einen gewissen Bekanntheitsgrad, der mir in anderen Berufsbildern weiterhilft. Letzte Woche habe ich zum Beispiel bei TUI ein Angebot bekommen auf einer UK und Irland Kreuzfahrt Vorträge zu halten. Alle meine Versuche auf amerikanischen Cruise Lines sind im Vergleich fehlgeschlagen, obwohl ich 50 Bewerbungen rausgeschickt habe.

So sieht es auch beim Coaching aus. Meine Kunden kommen aus Deutschland und Österreich, und wir haben regelmäßige Sessions per Skype. In den USA habe ich nun über den Sommer versucht mich damit zu vermarkten, aber kein Kunde. Warum? Kulturelle Unterschiede? Höhere Konkurrenz? Mein Akzent? Der fast fehlende Bekanntheitsgrad in den USA?

Ich habe mich diesen Sommer oft an die Worte meines Kumpels aus Köln erinnert: „Warum ziehst Du eigentlich ohne Grund in die USA, wenn es hier in Deutschland für Dich alles relativ leicht ist?“ Meine Antwort war 2013, „weil ich die Herausforderung mag“.
Was war das eigentlich für ein scheiß Satz vor zwei Jahren, dachte ich diesen Sommer oft, und die Situation hat mich angefangen zu nerven. Also begann ein innerlicher Battle zwischen frustriert werden und positiv bleiben und es weiterhin als Herausforderung zu sehen..

Und ich habe mich in einem dramatischen Kopf an Kopf Rennen zum Glück für das Zweite entschieden, eine Herausforderung, die gelöst werden muss. Also, mein Umzug in die USA hat zwar Spaß gemacht, aber gleichzeitig hat es bedeutet, dass ich meine Komfortzone verlassen habe: Neue Kultur, neue Sprache, neue Regeln, neues Berufsbild. Ich habe hier keine Familie und wenig langjährige Freunde wohnen. In Deutschland hatte ich das gemachte Nest mit allen Referenzen, hier definitiv nicht.
Und die Phase hat sich gelohnt. Denn diese Hürden zu überschreiten und zu verstehen, wie die Regeln in einer anderen Kultur funktionieren, ist ein Lernprozess. Ich finde die Komfortzone zu verlassen, bedeutet immer persönliches Wachstum.

Nun endlich zum Happy End dieser Komfortzonengeschichte:

Dienstag habe ich meine beiden ersten Kunden außerhalb Deutschlands und Österreich, nämlich Duane aus Denver und Andrzej aus Moskau. Juhuuuu!

Also, Komfortzone verlassen, Probleme lösen und gestärkt weitermachen 🙂

Mein Ted Talk über Komfortzone verlassen: www.youtube.com/watch?v=eJWIyBFHTHQ

Alles über meine Online Coachings über Komfortzonen verlassen siehe oben. Kontaktiert mich, auch wenn es nicht in Eure Komfortzone liegt. 🙂

Euer Komfortzonen-Wigge