Liebe Leute,

Wir sind alle bestürzt, getroffen und schockiert über den anhaltenden Terrorismus. Ich selbst bin noch vor Wochen durch die Straßen von Paris gelaufen, in denen die Massaker stattfanden und kann das Ausmaß des Terrorismus selbst überhaupt nicht mehr begreifen.

Als ich am Sonntagmorgen von Berlin nach Darmstadt zum Weitsichtfestival für einen Auftritt fuhr und die News hörte, wusste ich, dass ich nicht einfach auftreten kann, um die lustige Reisegeschichte OhneGeldansEndederWelt vor 750 Leuten zu erzählen.

Also habe ich mich entschieden die Reise in den Kontext ‚Angst‘ zu stellen, denn ich wurde immer wieder gefragt, ob ich keine Angst hatte ohne Geld zur Antarktis zu reisen. Klar, hatte ich, und ich habe sie so weit wie möglich versucht anzunehmen.

Und Angst im großen Maß ist genau das, was der Terrorismus auch erreichen will. Wenn unsere demokratischen Gesellschaften terrorisiert werden, entsteht große Angst. Diese kann zur gesellschaftlichen Lähmung, zur überraschenden Wahlentscheidungen oder dazu führen, dass man Angst vor der Welt bekommt und sich nicht mehr hinter dem Ofen weg traut.

Und genau das müssen wir vermeiden. Es ist wichtig die Angst anzunehmen und trotz der Angst weiterhin zu handeln und die Welt als einen guten Ort zu sehen.  Der Autor Richie Norton hat ein tolles Zitat dazu genannt: “To escape fear, you have to go through it, not around!“ Siehe meinen Ted Talk “Overcoming Fear” Und deshalb ist es wichtig unbeirrt zu bleiben und durch die Angst zu gehen.

Ich denke die Franzosen machen es super. Schon im Januar beim letzten Terrorangriff haben sie sich unbeirrt gezeigt. Am Samstag sind viele auf die Straßen Paris gegangen, um zu zeigen, dass man sich nicht einschüchtern lässt.

Wir sind stark! Wigge